
Setzt man sich mit den Arbeiten von H.H. Loos auseinander, so fällt einem der Satz Boccionis aus dem „Manifest der futuristischen Skulptur“ von 1912 ein, wo es heißt: „Wir proklamieren die absolute und vollständige Abschaffung der in sich geschlossenen Plastik. Wir brechen die Gestalt auf und versetzen sie in Ihrem Umraum.“
Die geschlossene Form organischen Ursprungs (z.B. Kugel, Ei, Muschel, Flügel) legt Loos seinen Plastiken zwar zugrunde, ja, er unterstreicht sie – besonders in seinen Bronze-Skulpturen – durch eine höchst kunstvoll behandelte, homogene Oberfläche, die er entweder mattschwarz patiniert oder golden-glänzend poliert, so daß sich der umgebende Raum im glatten Körper spiegelt und dadurch mit in die Skulptur hineingenommen wird.
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